Seelsorgerische Schriften

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Geistlicher Unterricht zur Generalbeicht

Eine weitere seelsorgerische Schrift aus der Feder Friedrich Spees bildet der anonym erschienene "Geistliche Unterricht zur Generalbeicht" (Köln, G. Clemens 1631). Die Schrift erschien im Jahre 1634 unter dem Titel "Industria spiritualis" auch in einer lateinischen Übersetzung. Dabei handelt es sich um einen "Beichtspiegel", d. h. ein Buch zur frommen Vorbereitung auf den Empfang des Bußsakraments. In redaktioneller Überarbeitung durch den Franziskaner Kreutenheuer fand diese kleine Schrift in unzähligen Auflagen weiteste Verbreitung bis nach Südamerika.
Theologia moralis explicata

Über das Wirken Friedrich Spees als Professor der Moraltheologie gibt eine Handschrift Aufschluss, die unter dem Titel "Theologia moralis explicata" geführt wird. Das Original des Textes liegt im Stadtarchiv Köln, eine Edition hat Helmut Weber innerhalb der Reihe "Quelleneditionen der Friedrich-Spee-Gesellschaft" (Bd. 2, Trier 1996) vorgelegt. Bei diesem Werk, einer Casus-Summe mit moraltheologisch virulenten Fallbeispielen, handelt es sich nicht um ein Werk Spees selbst. Vielmehr gibt der Text eine moraltheologische Vorlesung wieder, die der Kölner Jesuit Johannes Schücking (1596-1660), ein Schüler Spees, in den Jahren 1633/34 und 1634/35 gehalten hat. Schreiber war ein gewisser Cornelius Lüttringhausen, ebenfalls aus Köln. Doch bietet der Inhalt der "Theologia moralis explicata" vielerlei Bezüge zu Spee und bezeugt seine Nachwirkung im Bereich der Moraltheologie durch seine Schüler. Auch der Jesuit Hermann Busenbaum (1600-1668) basiert mit seiner in mehr als 200 Auflagen erschienenen "Medulla theologiae moralis" auf den Vorlesungen Spees und erwähnt eine "Casuum summa" Spees, die es wert sei, gedruckt zu werden.